FRANCESCA CANALI
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Alle Wege führen nach Rom, ebenso viele auch aus dieser Stadt. Die gebürtige Römerin Francesca Canali hat viele davon beschritten, um ihre Neugierde auf die Welt zu stillen und ihren unbändigen Drang  unterschiedlichste musikalische Traditionen, Stile und Mentalitäten persönlich zu erfahren.

Konzerte führten sie zu den Salzburger Festspielen, dem Beethovenfest Bonn, dem Musical Olympus International Festival in St. Petersburg, dem Festival von Peralada in Spanien und in viele Konzerthäuser dieser Welt (Wigmore Hall - London, Wiener Konzerthaus, Festspielhaus, Felsenreitschule und Großer Saal des Mozarteums -Salzburg, Konzerthaus - Dortmund, Rolf Liebermann Studio, NDR – Hamburg,  Unisa Concert Hall - Pretoria, Palau de la Musica und Liceu - Barcelona, Philharmonie St. Petersburg, Teatro Olimpico – Vicenza, ...). Als Solistin arbeitete sie mit Dirigenten wie Dennis Russell Davies oder Leopold Hager und Orchestern wie dem Mozarteum - Orchester (2007 Solistendebüt im Großen Festspielhaus Salzburg), dem Kammerorchester der St. Petersburger Philharmonie, den Vienna Classical Players, der Kammerphilharmonie Budweis, dem Slowakischen Kammerorchester, dem Orquesta  Filarmónica di Bogotá und anderen zusammen. Als Kammermusikerin musizierte sie mit Musikern wie Vladimir Mendelssohn, Eliot Fisk, Markus Schirmer, Friedrich Kleinhapl, Riccardo Risaliti, Letizia Belmondo, Anneleen Lenaerts oder dem Via Nova Percussion und dem Quartetto di Cremona zusammen.

1989 wurde ihr Leonard Bernsteins einwöchiges Seminar an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia zum tiefgreifenden musikalischen Initiationserlebnis. Ihre Studien in Rom, Paris, Saluzzo, Siena oder Salzburg schloss sie mit Auszeichnung ab und ließ sie auf Meister wie Irena Grafenauer, James Galway, Patrick Gallois, Angelo Persichilli, Aurèle Nicolet, Maxence Larrieu, Michael Kofler und viele andere treffen. Eine starke Prägung erfuhr sie durch mehrmalige Begegnungen mit Sergiu Celibidache in Paris, bei dem sie seine Seminare über die „Phänomenologie von Musik“ an der „Schola Cantorum“ besuchte (1994-1996). Während Ihrer Studien erhielt sie das Stipendium für “außerordentlich begabte junge Künstler“ des Ministero degli Affari Esteri Italiano (1997) und den Würdigungspreis des Österreichischen Bundesministeriums für "herausragende Künstlerische Leistungen" (1998).

Neben ihrem Flötenstudium studierte sie auch Gesang, Kammermusik und Traverso (Barockflöte) und absolvierte viele erweiternde Kurse wie etwa: Alexander Methode für Musiker, Improvisation, Lampenfieber, Feldenkreis für Musiker, Atem-Technik, Voice-Craft Methode von Jo Estill, Gesangsmethoden von Yva Barthelemy und Jean-Pierre Blivet, Atem-Stimme und Bewegung nach Hilde Langer-Rühl, Indische Musik, Schauspiel nach Stanislavskij Methode...

Francesca Canali ist Preisträgerin vieler nationaler und internationaler Wettbewerbe (Franz Schubert - Ovada, Francesco Cilea - Palmi, Estate Musicale di Portogruaro -Venedig, Giulio Viozzi - Triest, Alexandre Tansmann - Lodz, Menuhin Stiftung Österreich....), zuletzt gewann sie 2001 den internationalen Maria Canals-Wettbewerb in Barcelona.

Ihr Repertoire reicht vom Barock bis zur Gegenwart. Engere Zusammenarbeit gab es mit Komponisten wie Hans-Werner Henze, Balduin Sulzer, Joan Guinjoan, Michael Hazod, oder Giuseppe Garbarino, die ihr auch Uraufführungen anvertrauten und Stücke widmeten.

Francesca Canali ist eine passionierte Forscherin in allem was in medizinischer, physiologischer oder spiritueller Hinsicht mit dem Menschen und dem künstlerischen Ausdruck zu tun hat. In den letzten Jahren hat sie sich intensiv mit den aktuellen Entdeckungen in der Neurophysiologie, Akustik, Psychologie und Musiker-Medizin beschäftigt und rundum Thematiken wie die künstlerische "Performance", die Didaktik und der Pädagogik vertieft. Derzeit beendet sie eine Dissertation an der Universität Mozarteum Salzburg über die physiologischen Vorgänge der Klangerzeugung bei Blasinstrumenten, die Ähnlichkeiten zur Funktionsweise der menschlichen Stimme untersucht. Zu diesem Thema referiert sie immer wieder bei internationalen Musiker-Medizin Kongressen.

Konzerte lassen sie regelmäßig zwischen Kuba und Japan rund um den Erdball reisen. Auf Einladung der italienischen Botschaft und des italienischen Kulturinstituts in Pretoria  - und in Zusammenarbeit mit mehreren wichtigen afrikanischen Institutionen und Stiftungen - war sie im Frühjahr 2011 fast zwei Monate auf Konzertreise im Süden Afrikas (Südafrika, Mosambik und Simbabwe) wo sie - neben Solorezitals - Meisterkurse, Gastvorträge und Workshops an Universitäten abhielt, sowie in verschiedenen Musikprojekten, die an die Ränder der Gesellschaft mitten in die Townships führten, unterrichtete.  Demnächst wird sie nach Venezuela und Kolumbien reisen, um im revolutionären Orchesterziehungssystem "El Sistema" (Fesnojiv) mitzuarbeiten und dabei ebenso Konzerte und Meisterklassen geben.

Neben Ihrer Konzerttätigkeit unterrichtet sie am OÖ. Landesmusikschulwerk und hält regelmäßig internationale Meisterkurse und Workshops.



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