Vision

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VISION


„Bildung ist nicht das Befüllen von Fässern, sondern das Entzünden von Flammen
Heraklit

 

In ihren Unterricht fließen ihre vielfältigen Erfahrungen, Kompetenzen und interdisziplinären Erkenntnisse ein, die sie aus den vielen Bereichen ihrer Studien und Interessen gewonnen hat. 

Es geht ihr vor allem um eine ganzheitliche, freud- und lustvolle Vermittlung der Musik bzw. des Flötenspiels, die jedoch auf aktuellen, fundierten künstlerischen, pädagogischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht.

Als praktizierende Künstlerin-Pädagogin sind das Künstlerin-und Pädagogin-Sein wesentliche, unzertrennliche sowie komplementäre Aspekte ihres Wesens, die ihrem Unterricht eine hoch kreative, lebendige und künstlerisch anspruchsvolle Qualität geben. 

Aus all ihren unterschiedlichen pädagogischen Erfahrungen entwickelte sie große Flexibilität, Empathie, Bewusstsein und Kompetenz im Hinblick auf verschiedene Lehr- und Lernziele, Motivationsmethoden, Lehrmethoden und -ansätze, sowie unterschiedliche sozio-kulturelle Kontexte.


PÄDAGOGIK ALS KUNST – „Teach as artfully as you perform[1]

„Art happens outside of what you already know. Artistic experience expands 
your sense of the way the world is or might be. A teaching artist is a practicing artist whose teaching is a part of that practice.“ Eric Booth[1]

Balcony concert in Barcelona – 2016

Musikpädagogik als künstlerische Lehre ist für Francesca Canali die Kunst, das Künstlerische und Musikalische aus jeder Person herauszulocken, sowie natürlich auch ihr unterschiedlich ausgeprägtes Talent zu stimulieren und zu verstärken. Sie betrachtet das Unterrichten als eine Kunst, die wie jede andere Kunst auf Hingabe, Kreativität, Sensibilität und Professionalität basiert: Kunst-, Sensibilität- und Kreativitätsförderung ist daher ein grundlegendes Leitprinzip ihres künstlerisch-pädagogischen Ansatzes.

Sie sieht es als ihre Aufgabe, die Musikalität, emotionale und kreative Intelligenz, sowie die Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit aller Lernenden anzuregen und zu erweitern und ist zutiefst überzeugt, dass es von großer Bedeutung ist, den ,Samen‘ der Kunst und Kreativität von Anfang an zu pflanzen, damit die künstlerische Persönlichkeit des Schülers im Laufe der Zeit zum Erblühen kommen kann. Wie ein Fisch Wasser zum Schwimmen braucht, braucht auch ein junger Künstler ein Umfeld von gleichgesinnten Personen und einen kreativen und künstlerischen Unterricht, der ihm durch musikalische Erfahrungen und künstlerische Anregungen ermöglicht, sich selbst und seine eigenen Fähigkeiten zu erkennen und seine eigene Persönlichkeit harmonisch zu entwickeln.

 


EMPOWERMENT  DURCH MUSIK / MUSIZIEREN

Menschen suchen im Musizieren Glück. Jedes Motiv, das Menschen zum Musizieren veranlasst, lässt sich als ein Streben nach Glückserfahrung interpretieren”  Ulrich Mahlert[2]

Project in Rioacha, Colombia – 2013

Durch ihre Forschungen und die vielfältigen pädagogischen Erfahrungen, sowie die mehrmonatigen Aufenthalte und Projekte in unterschiedlichen Systemen der Musikerziehung (u.a. dem venezolanische El Sistema), konnte Francesca Canali selber erleben und sich überzeugen, dass das Musizieren viel mehr bedeutet als ,nur’ Musizieren und Musik-lehren und -lernen!

Musik und Musizieren können auch ,Mittel’ zu einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung und Potenzialentfaltung werden und somit eine Art persönliches und soziales empowerment von Menschen bewirken. In diesem Sinne ist das Unterrichten von Musik eine besondere Kunst: die Kunst, andere Menschen durch Musik zu empowern („The art of making other people powerful!“[3]).


LEHR- und LERNZIELE

Neben der Vermittlung musikalischer Fähigkeiten, fachlicher Kenntnisse und Methoden zielt die Lehre von Francesca Canali – durch die Förderung der Gesamtpersönlichkeit jedes Lernenden – vor allem auf seine umfassende künstlerische und musikalische Ausbildung und Potenzialentfaltung ab

Vor diesem Hintergrund legt sie in ihrer Lehrpraxis besonderen Wert auf die Förderung von Eigenständigkeit, Reflexion, Kreativität, Vorstellungskraft, kritischem Denken sowie von personalen und sozialen Kompetenzen – wie u.a. Ausdrucks- und Kommunikationsfähigkeit, Teamarbeit, Empathie, Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen – die mit der Qualität des Musizierens eng verbunden sind und es dem Studierenden ermöglichen, sich auch nach dem Studium als künstlerische Persönlichkeit weiterzuentwickeln.

Flute-Orchestra project

 

 

1: Eric Booth: The Music Teaching Artist’s Bible. Becoming a Virtuoso Educator, Oxford University Press, New York 2009
2: Ulrich Mahlert: Wege zum Musizieren, Schott, Mainz 2011
3: Benjamin Zander:The art of possibility, Harvard Business Review Press, Boston 2000